Besuch bei Helga und John
Ersteinmal wollte ich mich in meinem neuen Beitrag über die vielen Kommentare bedanken, die ich immer erhalte. Ich freue mich immer riesig, wenn ich so etwas von Zuhause mitbekomme, und erfahre, wer meine Berichte alles so verfolgt. Leider kann ich nicht alle Beantworten, versuche es aber weitestgehend. Deswegen hier ein paar Antworten zu den letzten Kommentaren:
@ Tobi
Joa, 50 Stunden waren hart, aber ich habs geschafft :)
@ Jojo
Die Schuhe sind so hässlich, die passen leider auf kein Foto drauf, aber sei dir sicher, die sind nicht so schick wie deine ehemaligen Fußballschuhe :-)
Mallu hatte doch versprochen „die Fahnen hochzuhalten“
@ Bloob
Naja, das mit dem Jobglück hier hält sich ja in Grenzen, aber ich hab noch Hoffnung :-)
Schöne Grüße, ganz besonders an Vater Monta.
Und Fotos von mir wollte keiner machen, viel zu sexy -.-
@ Willi Funke
Vielen Dank für Ihren Eintrag, leider hat Opa ja kein Internet, aber ich hoffe er bleibt so durch Erzählungen und die Ausdrucke meiner Eltern auf dem laufenden.
@ Steffi
Danke =)
Nachdem die Kommentare hoffentlich ausreichend beantwortet sind, werde ich schildern, wie es mir in den letzten Wochen ergangen ist.
Nachdem ich wirklich müde und kaputt Nachts um 3 Uhr in Newcastle angekommen bin und frierend den Zug um 4 Uhr Richtung Tuggerah genommen habe, habe ich ersteinmal ein Frühstück bei McDonalds eingenommen. Dort habe ich dann Bekanntschaft mit den australischen Hotcakes (Pfannekuchen) gemacht, die mit einem eklig-süßen Sirup gegessen werden. Um halb sieben wurde ich dann von Helga und John abgeholt und habe den Schlusspfiff des Finales der Europameisterschaft mitbekommen. Hat ja dieses Jahr leider nicht geklappt mit dem Titel… Nach kurzem Bericht über meine bisherige Reise habe ich dann den halben Tag verschlafen.
Nach einer Sightseeingtour am darauffolgenden Tag habe ich die ziemlich ruhige Gegend kennengelernt. Hier passiert nicht wirklich viel, die größte Attraktion ist ein Shoppingcenter ein paar Kilometer weiter. Nichtsdestotrotz habe ich einiges unternommen. So sind ab und an Helgas Enkel zu Besuch Die Bekanntschaftsverhältnisse hier unten sind mir nicht ganz so geläufig gewesen, und so verbrachte ich die erste Zeit damit zu raten wer mit wem wie Verwandt war. Ich habe mittlerweile den Großteil enträtselt und will es euch ersparen dies alles aufzudecken, deswegen unterlasse ich es und berichte lieber von einem anderen Enkel von Helga. Matthew ist 26 und hat gerade seinen Dienst bei der Navy beendet. Am Wochenende haben wir uns dann mit einer superleckeren Pizza von Dominos gestärkt, bevor er mir das volle Nachtleben zeigen wollte. Irgendwie wollte das volle Nachtleben uns aber nicht sehen, oder es ist wirklich absolut nichts los hier – Wir sind nacheinander in 3 verschiedene Bars gegangen, ohne irgendwie was zu finden wo viel los ist. Bei unserem dritten Versuch in einem Pub mit Livemusik (einer wirklich guten 80er Jahre Coverband) war wenigstens etwas Betrieb und wir blieben für ein paar Bier. Den Rest des Abends verbrachten wir aber lieber damit uns einen Film im TV anzusehen.
Bei meinem ersten australischen Barbeque, oder wie die Australier sagen „Barbie“, gab es ein wirklich himmlisches Steak, Salate, Champignons, Zwiebeln, australischen Wein, australisches Bier, australische Limonade, Spiegeleier, Würstchen und mein Aioli. Der Erfolg des Aiolis hielt sich allerdings in Grenzen und wird Zuhause weitaus mehr geschätzt. (Nagut, die Wettbewerbsbedingungen waren auch nicht gerade die besten, da die Zutaten wirklich schwer zu bekommen sind, und ich teilweise die Englische Übersetzung nicht wusste – Was soll bitte Kurkuma auf Englisch heißen? – Turmeric)
Das Barbie fand bei dem Vater (Keith) von der Frau (Gabby) von dem Sohn (John) von meiner Tante (Helga) statt. Keith wohnt in einem riesigen Haus an einem See in wirklich malerischer Lage. Mit eigenem Bootssteg, mehreren Terrassen, einer coolen Hauskommunikationsanlage (absolut die gleiche wie in den alten James Bond Filmen) und einer Trompete. Helgas Enkel haben natürlich versucht zu fischen, was allerdings nicht wirklich erfolgreich war, denn das einzig große was am Haken hing, war David, der herausgefunden hat, dass diese kleinen Haken wirklich verdammt spitz sind, und zusätzlich noch mit einem fiesen Widerhaken versehen sind.
Da ich mich aber nach einiger Zeit danach sehnte ein wenig Beschäftigung zu finden, habe ich meinen Lebenslauf gedruckt und bin ins Einkaufszentrum in der Nähe gefahren. Ein paar Läden haben tatsächlich Aushilfen gesucht, als hab ich meine Zettelchen dort abgegeben. Jeder wollte den an den Manager oder den Chef weiterleiten. Da ich aber nach ein paar Tagen noch nicht eine Rückmeldung hatte, habe ich in der lokalen Zeitung nach Jobs gesucht. Dabei ist mir eine Anzeige aufgefallen, die sogenannte RCG und RSA Kurse anpries. Nach jeder Menge Überlegung und mangelnder Entschlusskraft, entschied ich mich schlussendlich ein wirklich teures Kurspaket zu buchen. RSA, RCG und Barskills für schlappe $240. RSA bedeutet Responsible Service of Alcohol und wird gesetzlich vorausgesetzt für alle Mitarbeiter die in einem Betrieb arbeiten, der Alkohol ausschenkt. RCG bedeutet Responsible Conduct of Gambling und wird gesetzlich vorausgesetzt in allen Betrieben, die Pokermaschinen („Pokies“) oder andere Formen des Glücksspiels (unter staatlicher Kontrolle hier in Australien erlaubt und geliebt) anbieten. Der Barskills Kurs soll Wissen und Sicherheit im Umgang mit Bars und Theken bieten ist aber nicht staatlich gefordert, sondern quasi ein Pluspunkt auf dem Lebenslauf. Also hab ich mir ein Hostel in Newcastle gebucht und mich in den Zug gesetzt.
Freut euch auf Berichte über meine Kurse, den Besuch im Blackbutt Reserve und Sightseeing im Weltjugendtag-gefülltem Sydney!
Gregor
Hi David,
auch mal von mir liebe Grüße nach Down Under.
Inga ist seit gestern gesund und munter zurück!
Was Wunder, dass sie demnächst noch mal nach Aussieland hinwill.
Also, Take care.
Grüße,
Gregor
Jul 25, 2008 @ 10:41
Jojo
Der David und die Barbie ^^
Wenn du wieder zuhause bist machst du sowas dann auch für uns ok ;)
Welches Bier habt ihr denn da so getrunken und wie ist die Aussicht aus dem 18. Stock?
Ahja, David zusammen in einem Satz mit Responsible und Alkohol :D Das ich das noch erleben darf ;)
Freue mich schon auf weiter Berichte und nicht verplappern während der Kurse!
Hau rein und alles gute
Jojo
Jul 25, 2008 @ 21:10
Jenny
Ach ja das Problem mit dem Einkaufen hab ich hier auch :D
die Finnischen Namen haben echt gar nix mit unseren zu tun… wir kaufen entweder nach Bildern auf der Packung, den schwedischen texten oder eben mit Wörterbuch ;)
Als ich zu nem Picknick mit meiner Laborgruppe eingeladen war hab ich nen Kartoffelsalat gemacht… ja was heißt denn bitte festkochende Kartoffel auf Finnisch :D
Kartoffel heißt schonmal peruna ;) aber ich hab zufällig die richtigen ausgewählt
Jul 26, 2008 @ 12:11
Marianne Welzenberg
Hallo David,
ich bin richtig froh, wieder etwas von dir zu hören und dazu auch noch so viel Interessantes!
ich muß sagen, deine Fortbildung in puncto Lebenserfahrung geht ja rasant vorwärts!! Profitieren wir da auch demnächst von, wenn du im Garten grillst und uns zu Cocktails einlädtst??
Ich höffe, du hast die Tage in Sydney genossen,es sah ja schon in den Zeitungen und dem Fernsehen beeindruckend aus, ich glaube, die Stimmung reißt einen da ganz schön mit,oder?
Weiterhin viel Glück im Alltag und bei der Jobsuche
Liebe Grüße
deine Tante Marianne
Jul 27, 2008 @ 15:04
tobi
hört sich ja cool an, ich beneide dich um die james bond sprechanalge… =)
genau das selbe, was jojo mit dem alk-kurs , verbunden mit deiner person meinte, habe ich auch gedacht :D
gruß
tobi
Jul 27, 2008 @ 16:45
Nico
Mahlzeit mein David!!!
Ich hoffe bei Dir ist alles “Takko”?! Wo du so fleißig von Aioli berichtest bekomme ich gerade Hunger darauf. Wird Zeit, dass Du wieder hier auftauchst =)!! Ich wünsch Dir viel Erfolg bei der weiteren Job-Suche!
Halt Dich “wacker”!!
Viele Grüße aus der Heimat!!!
Nico
Aug 01, 2008 @ 18:05