Mein Leben in Sydney
D’day allerseits,
endlich finde ich mal ein paar Minuten Zeit um hier meine vergangenen Wochen zu berichten.
Es ist mal wieder viel passiert auf meinem Trip, das wichtigste vorweg: Ich wohne fest in Sydney und habe einen Job gefunden, aber der Reihe nach.
Nachdem ich bei Helga die Kurse absolviert habe, habe ich mich eines Tages auf dene Weg in Richtung Sydney gemacht. Es war der Tag der Ankunft des Papstes – also nicht sehr intelligent gewählt. Dementsprechend überfüllt war auch die gesamte Innenstadt.
Da aber jeder den Papst sehen wollte, waren die meisten Attraktionen doch recht verlassen. David wollte den Papst auch gerne sehen, leider musste man sich jedoch vorher beim WJT anmelden, was ich natürlich nicht gemacht hatte. Mein kleiner Ausflug wurde schnell zu einem großen Trip, der mich durch die gesamte Stadt führte. Vom großen Hauptbahnhof ging es in Richtung Darling Harbour (Ein Teil des Sydneyer Hafens mit vielen kleinen Cafes und Restaurants sowie teuren Sportbooten), dann aufgrund der Sperrung der Quays wieder durch die City in Richtung Harbour Bridge. Zu Fuß ging es dann über das Wasser (nicht wie Jesus, über die Brücke natürlich), die Aussicht von dort oben ist einmalig. Von der Brücke aus hab ich dann auch das Opernhaus erspäht, was ehrlich gesagt relativ einfach war – ganz einfach aus dem Grunde, weil es doch relativ groß ist. Die Brücke ist perfekt um Fotos zu schießen, welche ihr selbstverständlich auch in meiner Galerie finden könnt. Von der anderen Seite der Brücke ging es mit dem Zug zurück zu Sydney Town Hall. Von dort in den Hyde Park wo jede Menge Pilger ihr Mittagessen bekamen. Von dort aus ab in den Bus zum weltbekannten Bondi Beach (Sydney-Neuankömmlinge erkennt man immer daran, dass sie den Namen falsch aussprechen… Richtig sagt man nämlich “Bohndai Biehtsch”) welcher auch bei kaltem Wetter ziemlich schön ist. In den Sand hab ich mich nicht gewagt, jedoch bin ich den Coastal-Walk entlanggelaufen, der von Bondi über Tamarama nach Cogee (alles verschiedene Strände Sydneys) führt. Der Pfad ist wirklich beeindruckend und man kann garnicht glauben, dass man sich mitten in einer Millionen-Metropole befindet. Nach einem Picknick an einem wirklich einsamen und beeindruckenden Fleckchen (Fotos -> Galerie) ging es dann mit dem Bus zurück zum Hauptbahnhof, und von dort aus zu Helga, wo ich abends wirklich müde und geschafft aufschlug.
Da der Weltjugendtag noch im vollen Gange war, blieb ich erstmal bei Helga und verbrachte die Zeit mit Faulenzen. Die Jobsuche hier war nicht sehr erfolgreich, um nicht zu sagen katastrophal :-)
Irgendwie hab ich es dann aber doch geschafft mir 2 Vorstellungsgespräche zu verschaffen, deren Ergebnis aber wohl nicht ganz so gut wie erhofft war – bei beiden habe ich eine Absage bekommen. Es waren beides (konkurrierende) Steakhäuser im lokalen Einkaufszentrum.
Etwas frustriert packte ich also meinen Rucksack mit Klamotten für 3 Tage, buchte ein Hostel in Sydneys günstigem und gewöhnungsbedürftigem Viertel Kings Cross, und machte mich nach beendetem WJT wieder auf in Richtung Sydney.
Im “Evas Backpackers” deponierte ich meinen relativ leeren Rucksack und begab mich auf die Suche nach einem Job, dazu wollte ich erstmal meine Lebensläufe ausdrucken, und dann verteilen. Auf dem Weg zum Copyschop sah ich jedoch ein dänisches Eiscafe, welches Staff suchte. Da ich ja nicht wirklich was zu verlieren hatte, reichte ich einfach einen meiner alten Lebensläufe (mit der alten Adresse) ein. Weiter ging es Richtung Internetcafe, wo ich auf einer populären Seite eine Shared-Accommodation fand.
Shared-Accommodation ist recht populär hier in Sydney und funktioniert folgendermaßen: Eine Person will gerne in Sydney leben – da Sydney aber zu den teuersten Städten der Welt gehört, sind die Immobilien und Wohnungspreise unglaublich hoch. Also sucht man sich mehrere gleichaltrige die den gleichen Wunsch haben, und gründet quasi eine WG. Das vorhandene Appartement wird einfach mit sovielen Etagenbetten wie möglich zugestellt (Hierbei werden nicht nur die Schlafräume bedacht, sondern teilweise auch das Wohnzimmer).
Diese Unterkunft schien relativ gut zu sein. Zentral gelegen, mit guter Verkehrsanbindung und Einkaufsmöglichkeiten. Außerdem versprach das Internetangebot Pool, Sauna, Whirlpool und Fitnessraum. Also rief ich dort an und vereinbarte einen Termin um mir das ganze dann mal anzuschauen.
Ich traf mich also mit dem Vermieter und konnte garnicht glauben, dass er mich in ein sehr modernes Gebäude führte, dessen Eingangshalle eher an ein Hotel erinnerte als an alles andere. Mit dem Aufzug ging es dann in die 18. Etage, wo ich dann das Appartement bestaunen konnte.
Eine große Küche, ein eigenes Waschzimmer, ein riesiges Wohnzimmer, ein kleiner aber feiner Balkon war das was mir sofort ins Auge stach. Der Schlafraum war recht klein, und mit zwei IKEA Doppelbetten ausgestattet, dafür aber mit eigenem Badezimmer. Desweiteren gab es noch einen Zweierraum, der jedoch zur Zeit nicht belegt war. Wirklich beeindruckt hat mich aber die wirklich tolle Aussicht ins nächtliche Sydney. Ohne noch ein anderes Appartement anzuschauen sagte ich zu, und bekam die Zusage 2 Tage später einziehen zu dürfen.
Meine Jobsuche stoppte an diesem Punkt, da ich ersteinmal in die Wohnung ziehen wollte. Den Abend verbrachte ich mit einem französischen Piloten der AirFrance (echt krass, 23 Jahre jung und darf einen JumboJet fliegen und Stewardessen abschleppen) und mit einem Deutschen. Wir starteten in einer mexikanischen Bar und gingen hinterher in eine Kneipe um ein paar runden Billiard zu spielen. Gegen 12 Uhr war dann Bettruhe angesagt.
Am nächsten Tag musste ich dann das Hostel wechseln, da es leider nur die erste Nacht frei war, also buchte ich in der bekannten YHA (Jugendherberge) Railway Station.
Supermodern (mit Chipkarten) und wirklich sauber, ist die Herberge im oberen Preisgefüge angesiedelt – schlappe $33 zahlt man als nicht-Mitglied pro Nacht im 8er Zimmer. Der Clou ist aber, dass man in restaurierten Eisenbahn Schlafwagen schläft. Die Fotos in der Galerie sagen glaub ich alles.
Entfernungsschild in Kings Cross
Mein Mittagsschläfchen wollte ich also im Schlafwagen halten, und hatte mich auch schon Bettfertig gemacht, als mein Handy schellte. Eine Frau fragte mich, ob ich immernoch einen Job suche, ich bejahte natürlich. Mit ihr traf ich mich dann auch eine halbe Stunde später in dem dänischen Eiscafe in Kings Cross. Sie war wirklich sehr freundlich, stellte sich als Karin vor, und schien auch recht interessiert an meiner Arbeitskraft, jedoch war sie nicht sehr begeistert, dass ich nur 1,5 Monate bleiben wollte. Ich einigte mich mit ihr auf mindestens 2 Monate um eine Chance auf den Job zu haben. Sie wollte sich das ganze nochmal überlegen und noch ein paar Gespräche führen.
Da ich ja eine eigene Wohnung in Aussicht hatte, begab ich mich nach dem Gespräch in den Supermarkt um einzukaufen. Während ich noch damit beschäftigt war einen Grundstock zusammenzusuchen, klingelte wieder mein Handy. Karin verkündete mir, dass sie sich das ganze überlegt hätte, und sie dringend jemanden bräuchte, ich war also eingestellt.
Nach so langer Pechsträhne hatte ich endlich mal Glück und freute mich natürlich riesig und konnte Nachts super schlafen.
Sorry für meine Verzögerung mit dem schreiben, aber irgendwie ist es immer schwer sich vor den Rechner zu hängen und die ganze Zeit zu tippen. Ich mach deswegen hier wieder Schluss und verweise auf den nächsten Artikel, der hoffentlich bald getippt wird =)
Fotos von der Sightseeing-Tour findet ihr <hier>
Fotos von meinem Leben in Sydney <hier>
Meine Adresse im Appartement ist leider wieder obsolet, also bitte nicht schreiben, die Gründe und weitere Zukunftsplanung kommen aber bald online :-)
Weiterhin freue ich mich wirklich sehr über eure Kommentare, also haut in die Tasten, ich mach es ja auch :-)

Mina
huhu =)
mensch, mensch… bei dir ist ja einiges los!
ich möchte auch koales streicheln^^ und am great barrier rief tauchen ó.Ò wenn du nächstes jahr noch in sydney wärst würdest du besuch von ein paar studienkollegen von mir bekommen =D die glücklichen werden auch am great barrier rief tauchen gehen -.-
schade dass es keine unterwasserfotos gibt ^^ hätte ich das gewusst hätte ich dir meine unterwasserkamera gegeben =D nu isses zu spät…
ich wünsch dir noch ganz viel spaß!
lg mina
Aug 12, 2008 @ 13:54
Jojo
Can i get strawberry cream please ;)
Wenn du zeitnaher aktualisieren würdest könnte ich auch originellere Kommentare schreiben ;)
Halt die Ohren steif!
Morgen ist ja dann auch Sonja bei dir :)
Liebe Grüße Jojo
Aug 12, 2008 @ 15:26
DaveOst
Naja, morgen noch nicht, das dauert schon seine Zeit, wenn man von Deutschland nach Australien will (ich schaffe es auch zeitverzögert originelle Kommentare zu schreiben, ich war schon immer gut im originellen Kommentieren ;-) )
Aug 12, 2008 @ 15:35
worscht
Hey David!
Viel Erfolg weiterhin und viel Spaß im Eiscafe. Mach mir die Karin nich Pleite!!!
LG wursti
Aug 12, 2008 @ 19:24
Rainer@Antonia
So! wir wollen auch mal ein netten gruß nach Austalien schicken, und hoffen sehr das es dir gut geht! Also bis denne
Aug 12, 2008 @ 19:37
Jojo
Hey du, wie sieht es denn mit deiner Adresse aus?
Ist die Susex Street nicht mehr aktuell?
Wenn nein kannst gerne mal deine momentane permanente Adresse schreiben ;)
Aug 13, 2008 @ 19:49
DaveOst
Hi, kann ich leider nicht, da ich keine permanente Adresse habe, gedulde dich doch bitte noch 5-6 Tage =)
Aug 14, 2008 @ 03:32
tobi
hey david,
schön wieder was von dir zu hören.
zunächst einmal glückwunsch zum job & wohnung- freut mich wirklich für dich.
der französische pilot ist 23 jahre alt? na,wenn das nicht ein zeichen ist :D
dir noch eine schöne zeit..
tobi
Aug 14, 2008 @ 22:44
Jojo
meine güte Tobi du Pappnase :D
Ich glaub jeder Mensch wird irgendwann mal 23 :D
Außer natürlich er bekommt vor seinem 23. Geburtstag das Gedicht eines Vorgonen vorgelsen, dann könnte er den Geburtstag auch nicht mehr erleben ;)
Hat mir sehr gut gefallen das Buch@Dave, hab auch direkt “Das Restaurant am anderen Ende des Universums” noch gelesen :)
Aug 16, 2008 @ 20:03
Nico
Hallo mein David,
ich hoffe Du bist wohlauf. Aufgrund Deiner aktuellen Fotos beneide ich dich gerade. Picknick alleine an einer Klippe und darunter wunderbares blaues Wasser…….herrlich. Ich freu mich für dich, dass du jetzt einen Job hast und schließe mich Jojo an: Schoko-Eis mit viiiiiiiiiel Sahne. =)
Ich warte dann mal mit Spannung auf die Addresse von deiner Behausung (sieht gut aus…)!!
Bis dahin und Grüße aus der Heimat
Nico
Aug 18, 2008 @ 08:06
steffi
hey David… du ich werd ja glatt neidisch bei den Bildern die dir da geboten werden… ei ei ei^^
nunja hier passiert jetzt nich ganz so viel.. also eher unspannend^^
du haste denn mal nene heißen Tipp für mich ob die Soonja gut angekommen ist? ich hoffe doch…. aber leider kein Lebenszeichen erhalten… naja machste nix :D
wär supi wenn du das mal kundtun könntest
und dann kannste ja gleich mal liebe Grüße bestellen ;)
fröhlichste Grüße auch an dich natürlich ;)
die Steffi
Aug 20, 2008 @ 19:35
Nikolaus
Hallo Richtung Down under,
freuen uns, dass Sonja gut angekommen ist und hoffen,sie lebt sich schnell ein – einen guten Reiseführer findet sich ja bereits vor.
Hallo Sonja !!!! Gibt es zum Dessert jetzt immer Eis ???
Lasst mal von euch hören, ob es Aussicht auf eine kleine Wohnung bzw.Zimmer gibt.
Weiterhin viel Glück und viel Spaß, wenn auch alles etwas problematisch, aber hier habt einen Abenteuerurlaub gebucht und keinen “All iniclusiv Urlaub”.
Wir drücken euch von hier aus fest die Daumen.
Im Kohlenpott verabschieden wir uns mit “Tschüs”, wie macht man es in Sydney ?
TSCHÜS !!!
Die Mannschaft aus der PROVESTHÖHE 30 !!!
(zur Erinnerung : Mutti,Magdalena,Micha und …….)
Aug 21, 2008 @ 17:52
Sebastian Hoffmann
david du alte schlange, nachdem ich heute morgen im radio was von der kulturhauptstadt gehört habe musste ich gleich an dich denken =) nenene freut mich zu lesen dass du immernoch guter dinge und hochmotiviert bist… schöne grüße aus dem heute ausnamsweise sonnigen WUPPATAL!
Sep 11, 2008 @ 10:15