On the Road again
Mittlerweile dürftet ihr es ja gewohnt sein von mir nur bruchstückhaft informiert zu werden und wenn, gibt es meist eine Planänderung.
Vorweg eine kleine Warnung, dass der Artikel schwer lesbar wird: meine „E“-Taste ist extrem schwergängig, da dies das tippen ungemein erschwert werde ich im Lauf des Artikels nur bedingt darauf achten :-)
Wi der Titl ja schon zu rknnen gibt, sind wir wieder unterwegs – Sonja hat mich überrdt doch in Sydney Silvestr zu feiern. Aber erstmal der Reihe nach…
Unser kleiner Urlaub führte uns nach Fertigstellung des Autos (an dieser Stelle leider wieder keine Fotos – Ihr werdet das Gesamtwerk aber bald sehen) zuerst einmal zum Hostel von Jenny und Yvonne nach Wallangarra. Dort gab es Pizza und Wein von der Thunderbolt-Farm. Die nächste Station hieß dann Brisbane. Bei heiß-feuchtem Wetter kämpften wir uns durch das Chaos in der Millionenstadt. Sonja hat dort eine gute Freundin besucht und wir verbrachten den Nachmittag in der klimatisierten kühle des zentralen McDonalds. Fotos gibts hier! Abends ging es dann weiter nach Beerburrum, der Stadt des berühmten Australia Zoos. Einigen wird Steve Irvin ein Begriff sein – hier ist er ein Held. Mann kann von dem ehemals suizidgefährdetem Krokodilringer Actionfiguren, Bettwäsche und CDs kaufen. Sein Lebenswerk (wie allseits bekannt wurde sein Dasein durch einen Stachelrochen frühzeitig beendet) war der riesige, ultrateure Australia Zoo. Am nächsten Tag hieß es also $50 pro Person zu blechen um in den Zoo zu kommen.
An sich war der Zoo schon okay, man konnte viele Tiere hautnah erleben, aber die $50 taten schon weh. An unserem Zootag (inzwischen hatten wir uns mit Jenny und Yvonne wiedervereint) streichelten wir also Wombats, Babykrokodile, Koalas, Kakadus und Känguruhs. Mein persönliches Highlight war der Känguruh Streichelzoo, in dem man den Tieren so nah wie es nur ght kam.
Am nächsten Tag stand jede Menge Bewegung auf dem Programm. In den malerischen Glasshouse Mountains hieß es den Mount Tibogargan zu besteigen.
Was als Wanderung gedacht war endete in einer sehr anstrengenden, an manchen Stellen, ich übertreibe wirklich nicht, lebensgefährlichen Kraxelei.
Nach etwa 5 Stunden kamen wir müde und geschafft am Fuß des Berges an und machten uns auf in die kleine Küstenstadt Noosa.
Auf einem wirklich schönen Parkplatz in der Mitte der Stadt fanden wir alles was ein Backpacker braucht: Toiletten, (kalte) Dusche, BBQ-Gerät, Strom (kostenlos) und einen wirklich schönen Strand.
Zwei Tage reichten uns dann auch und wir fuhren in Richtung Rainbow Beach.
Der Name klingt sehr gut, die Wirklichkeit sieht leider nicht so doll aus. Nach einer Nacht Camping auf der Straße ging es dann weiter nach Hervey Bay. Hervey Bay ist das Tor zu Fraser Island.
Wir buchten also eine Self-drive-Safari, bei der Gruppen von „8-10“ Teilnehmern zusammengestellt wurden (wir quetschten uns zu elft in ein Auto) und nach ein paar Briefings (nicht ins Salzwasser fahren, bei jedem kleinsten Fehler wird die Kaution einbehalten, keine Dingos füttern) ging es frühmorgens dann auch los.
Leider waren uns die Wettergötter nicht so huldig, und die Safari wurde feucht-kühl. Nur am ersten Tag gab es das perfekte Wetter zum schwimmen und für Fotos, der Rest war sehr verhangen.
Der einzige Fahrer war ein Engländer mit einer sehr komischen Freundin, die die ganze Zeit nur gemosert hat und relativ wenig Anstrengung gemacht hat irgendwelche Freundschaften zu schließen. Das fahren über eine Sandinsel ist ein tolles Erlebnis und total anders als auf einer deutschen Autobahn. Zu meinem Missfallen sind wir jedoch nicht stecken geblieben, weshalb ich die mitgeführte Schaufel nicht benutzen konnte. Nach sehr sehr nahen Begegnungen mit Dingos (sehen knuffig aus, können aber sehr unangenehm werden und haben schon das ein oder andere Kind angegriffen und einen Säugling verspeist) und zwei nassen Nächten im undichten Zelt wurde das Gruppenfoto aufgenommen (ohne Engländer) und es ging zurück aufs Festland, wo wir dann glücklicherweise unsere Kaution zurück bekamen. Flugs ging es von Hervey Bay wieder zur Farm, wo wir wieder in den normalen Alltag übergingen…
Fotos von Fraser findet ihr hier!
Ich bin mittlerweile in der Lage zu schweißen, Fahrzeuge mit Anhänger zu bugsieren, Kettensägen zu betreiben, Zäune zu ziehen, Schafe zu entmannen, Schafe zu markieren, mit Drucklufttackern zu schießen und Farbe aus einer Airbrush-Pistole zu verteilen. Nicht zu vergessen sind die Mechanikerarbeiten die ich erlernt habe. Alles in allem also eine sehr sehr interessante Angelegenheit dort.
Nachdem wir auf der Farm auf Jobs gewartet haben, kam nach einiger Zeit endlich der Anruf: Apfelbäume von überflüssiger Frucht befreien. Per Contract – man wird für geleistete Arbeit bezahlt. Wir blieben etwa 2 Wochen dort auf der Plantage, der Verdienst war am Anfang gut, wurde jedoch gegen Ende schlechter. Ein paar Tage später nahmen wir den Pflaumenpflücken Job an. Hier wurde per Stunde ($17/h brutto) bezahlt, leider war auch nicht jeden Tag Arbeit, und wir arbeiteten hier auch noch ein wenig.
Weihnachten kündigte sich fast gar nicht an. Selbst am 24. Dezember war die Stimmung alles andere als weihnachtlich. Hinzu kam, dass für das große Buffet am 25. viele Vorbereitungen getroffn werden musstn, und viel gearbeitet wurde. Am heiligen Abend gab es jedoch ein nettes kaltes Buffet mit Meeresfrüchten, Schinken, Truthahnbrust, Brötchen, Lachsrollen und deutschem Bier. Bei der Bescherung wurden alle reich Beschenkt und so ging es relativ früh in die Koje.
Da ich zumindest Weihnachten einmal in die Kirche gehen wollte, holte mich ein Freund von Keith morgens um halb sieben ab und wir gingen zusammen in die Dorfkirche. Ein lustiges Erlebnis und total anders als die deutsche. Etwa 35 Mann quetschten sich in ein kleines Zimmerchen direkt am Highway und die Orgelspielerin war sensationell schlecht. Mitten im Lied entschuldigt sie sich, und fängt einfach nochmal von vorn an.
Vor und nach Weihnachten brachten wir dann noch unser Auto auf den neusten Stand. Wir haben jetzt eine wirklich nette und bequeme Kiste.
Ein großer Schrank, in dem all unsere Kochutensilien und Gewürze und Zubehör lagern, Schublade für Besteck, eine Wasserfeste Arbeitsplatte, eine Kühlbox mit Vorrichtung (keine Lebensmittel fallen jetzt ins geschmolzene Eis und fangen an zu stinken), ein klappbares Bett (123×188 cm), welches Abends eingeklappt wird, tagsüber jedoch als Couch funktioniert, ein einklappbarer Tisch, abschließbares Nachtschränkchen, 240V Stromversorgung im Inneren, einen angeschweißten Dachgepäckträger und das beste: Ein richtiges Waschbecken mit Schmutzwasserablauf, manuellem Wasserhahn (zum pumpen) und 25 Liter Wasserkanister.
Was noch zu erwähnen wäre, ist, dass wir gleich zwei kleinere/größere Pannen hatten.
Auf dem Rückweg von Fraser Island ist uns der rechte Hinterreifen (ironischerweise derjenige, den wir beim TÜV austauschen haben lassen) bei schlappen 100 Stundenkilometern auseinander gefallen. Wir hatten Glück dass nur das gesamte Profil abgesprungen ist (es hat uns Schutzbleche abgerissen und die Stoßstange beschädigt) aber der innere Stahlmantel erhalten geblieben ist.
Wieder auf der Farm angekommen ist unsere Benzinpumpe verreckt. Der Mechaniker war etwas älteren Jahrgangs und hat mehr oder weniger nur Anweisungen gegeben, was ich zu machen habe. Nachdem der Benzintank ausgebaut war, David in Benzin geduscht hatte und die neue Benzinpumpe eingebaut war, schnurrte der Van wieder wie ein Kätzchen.
So befinden wir uns nun auf dem Weg ins überfüllte Sydney um dort das neue Jahr einzuläuten.
Neue Infos kommen hoffentlich zeitnah, zu erreichen bin ich jedoch fast immer per SMS an meine australische Mobilnummer 0061 415 485503!
Ein frohes neues Jahr wünschen dir David und Sonja!

jojo
Ach das treibt ihr alles da unten ;)
Bist ja fast ein ausgebildeter Facharbeiter!
Gehe mal davon aus das das Weihnachtspacket
von Steffi und mir nicht angekommen ist!? :(
Wie war denn Sylvester so in Sydney?
Bei mir stehen bald Prüfungen an,kann mich über Arbeit
nicht beklagen ;)
Viel Spaß euch noch!!!!!!!
Liebe Grüße
Jojo
Jan 13, 2009 @ 23:04
Markus
hui, das hört sich ja echt abenteuerlich an, auch wen ich es nicht schaffe oft hier vorbeizuschauen, werd grad etwas eifersüchtig… hätte auch mal lust sonen trip zu machen ;)
wünsche euch ein frohes neues jahr.
freue mich wenn du wieder da bist, dann kommst du erstmal nach frankfurt!
LG
Markus
Jan 13, 2009 @ 23:37