Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch allen!
Ungewohnterweise haben wir bisher die meisten unserer gesteckten Ziele mehr oder weniger erreicht.
Wie geplant haben wir nach einem kurzen Besuch bei Helga, das Auto stehen lassen, und sind mit dem Zug ins volle Sydney gefahren. Dort haben wir mit einer Million Menschen das neue Jahr gefeiert – 10 Stunden früher als Deutschland. Am Circular Quay, direkt unter der Brücke, haben wir uns mit Martin, Hanna und Tina getroffen und mehr oder weniger den Nachmittag verbracht. Ich habe mich dann auf den Weg zum guten alten Eddi gemacht.
Eddi hat während meines Sydney Aufenthalts mit mir zusammengearbeitet und er hat ein (sehr) kleines Appartement in Potts Point. Aus seinem Fenster kann man aber die Brücke und das Opernhaus sehen, quasi da, wo die ganze Action abgeht. Auf dem Weg hab ich noch ein Sixpack gekauft – man darf ja nicht ganz mit leeren Händen dort ankommen. Nach und nach trudelten die anderen Partygäste ein – alles in allem waren wir hinterher zehn Leute in einem Einzimmerappartement. Sieben davon kamen auch aus Kolumbien, zwei aus Australien, und einer aus Deutschland (ich).
Der Abend war wirklich sehr sehr lustig, und ich habe mich gut mit den Leuten unterhalten. Das Feuerwerk war wirklich beeindruckend und schön, zwischenzeitlich war die gesamte Skyline Sydneys in Flammen, die Brücke war beeindruckend erleuchtet und in dem Hafen waren die Schiffe mit endlos langen Lichterketten ausgestattet. Nach dem Feuerwerk kam dann auch Sonja vom Circular Quay und wir feierten, bis es wieder hell wurde. Dank der Kolumbianischen Freundlichkeit mussten wir auch nicht auf dem Boden schlafen, sondern durften im Bett von Eddi pennen, der es für uns geräumt hatte.
Am ersten Tag des neuen Jahres ging es für uns zurück zu Helga. Dort kauften wir in einem Campingladen dann noch einen tollen neuen Gaskocher mit einer Gasflasche (unser vorheriger fällt langsam auseinander) und das tolle ist, dass wir nicht nur zwei Flammen zum kochen haben, sondern auch noch einen richtig gut funktionierenden Toaster, mit dem man immer frisches Brot machen kann. Zusätzlich führte unser Weg ins NRMA Office, (Quasi der Australische ADAC) und wir meldeten uns für eine Jahresmitgliedschaft an. Nun kriegen wir Hilfe, wenn unser Auto mal nicht so will, wie wir wollen. Außerdem gibt es kostenlose gute Straßenkarten von jedem Teil Australiens, was auch sehr hilfreich ist.
Wieder hieß es Abschied nehmen, und wir starteten unsere Reise gen Süden. Das nächste Ziel hieß Canberra, zwischendurch hielten wir aber in Jervis Bay, um ein wenig schwimmen zu gehen. In Canberra angekommen waren wir doch ziemlich überrascht, wie wenig Verkehr für die Hauptstadt von Australien eigentlich herrscht. In keinster Weise zu vergleichen mit Brisbane oder Sydney. Ausserdem ist Canberra komplett auf dem Reißbrett geplant, und die Navigation ist erschreckend einfach. Wir mieteten uns also auf einem Campingplatz ein und begannen am nächsten Tag unsere Sightseeing Tour. Man möchte es kaum glauben, aber das beste Verkehrsmittel in Canberra ist das Auto. An den großen Attraktionen werden genügend kostenlose(!) Parkplätze zur Verfügung gestellt, und der Verkehr hält sich wirklich in Grenzen. (Ausßer natürlich in der Rush Hour)
Wir fuhren also mit unserem weißem Schlitten in das unterirdische Parkhaus unter dem Parlamentsgebäude und bekamen in dem beeindruckenden Bau einen kleinen Einblick in die Straatsführung hier in Australien. Das Gebäude selbst ist in einen Hügel reingebaut, und obenauf steht eine riesige Fahne auf einem sehr modernen Fahnenmast. Ein sehr interessanter Punkt auf unserer Liste. Wie fast überall in Australien ist der Eintritt zu Museen und staatlichen Sehenswürdigkeiten frei und so hieß unsere nächste Station das Nationalmuseum von Australien.
Dieses Museum war sehr modern, auch wenn unter der Modernität die Übersichtlichkeit meiner Meinung nach doch etwas gelitten hat. So irrten wir ein paar Stunden durch das Museum und schauten uns die ausgestellten Sachen an.
Wieder in der schwülen Hitze Canberras (38°C im Schatten) ging es ins Australische War Memorial, das aller Soldaten gedenkt, die je für Australien in einem Krieg gestorben sind. Neben einer riesigen Liste aus Kupfer aller Soldaten gibt es jede Menge Statuen und ein unglaublich großes unterirdisches Museum. Da wir an diesem Tag schon einen Kulturschock erlitten hatten, nahmen wir uns nur den Teil des zweiten Weltkrieges vor. Wir hatten jetzt ein recht langweiliges Museum erwartet, aber auch dieser Teil war sehr überraschend… Man hatte allerlei interessantes Zeug zusammengetragen, darunter waren ganze Flugzeuge, Heckflossen deutscher Jagdflugzeuge, ein Simulator, der den Flug in einem B-52 Bomber simulierte, Bilder und Videos.
Wieder zurück am Campingplatz kochten wir uns erstmal eine Stärkung und ließen den Abend im Pool ausklingen. Am nächsten Tag ging es dann nur noch zum Telstra Tower. Ein Turm der sich um die Funkversorgung für Canberra und Umgebung kümmert, auf der Spitze eines Berges sitzt, und eher wie ein abgeschnittener Gartenzwerg als ein Turm aussieht. Nachdem wir ein Vermögen an Eintritt bezahlt hatten, konnten wir von oben ein paar Fotos machen, und fuhren dann wieder runter.
Nun stand für uns der Besuch bei meiner Cousine Sabina an, die ich schon ewig nicht mehr gesehen hatte. Sie wohnt irgendwo in der Nähe von Canberra, und wir ließen uns die Wegbeschreibung von ihrer Tochter geben. Auf dem Weg zu ihr hielten wir aber an einem großen Damm, eigentlich nur um eine Pause zu machen und uns ein Mittagessen zu kochen, aber da es wieder sehr heiß war, gingen wir runter zum Wasser. Uns erwarteten sogenannte Rockpools, also aus dem Fels ausgewaschene natürliche Schwimmbäder. Das ganze sah einfach traumhaft aus, mit kleinen Wasserfällen zwischen den einzelnen Pools und das Wasser war eiskalt. Wir gönnten uns also eine kleine Erfrischung und sprangen hinein.
Abends trafen wir dann Sabina, die uns auf ihrer Farm herumzeigte und uns für die Nacht in ihrem Gästezimmer einquartierte. Sie überredete uns sich mit ihrem Freund zu treffen, der eine große Farm in Tumut, 350km entfernt, besitzt.
So machten wir uns Tags drauf auf den Weg zu Colin. Dies sollte der anstrengendste Tag werden, was die Hitze betrifft. Das Thermometer kroch auch 40° im Schatten und wir tuckerten über den asphaltierten Highway, während Staub, der aus der Wüste hergeweht wurde unsere Münder zusätzlich austrocknete. Gottseidank konnten wir unseren Durst mit Wasser stillen, das ungelogen etwa 40 Grad heiß war. So waren wir froh, als wir die Farm von Colin erreichten und wir mit einem eiskalten Bier begrüßt wurden. Colin ist ein echt netter Kerl, der uns sofort in seinem wirklich gemütlichem Haus einquartierte. Abends wurden wir dann noch zum Essen eingeladen, und hatten auch dort noch das ein oder andere Bier. Bei der Unterhaltung stellte sich raus, das er ein paar Bekannte in der Nähe von Darwin hat, die eine riesige Rinderfarm (40000 Rinder) haben, und er es eventuell einrichten könnte, dass wir uns das ganze mal anschauen. Bei einer so großen Anzahl an Rindern kann man nur noch Schritt halten, in dem man einen Helikopter benutzt. Wenn wir also Glück haben, erleben wir das ganze Live wenn wir da oben sind.
Am nächsten Tag ging es für uns dann auch weiter, wir fuhren in Richtung Südküste. Als nächsten Stopp hatten wir uns Wilsons Promnotory ausgeguckt, einen großen Nationalpark, den wir auch drei Tage später erreichten. Wilsons Promnotory, oder einfach nur „Prom“ ist an der südlichsten Spitze Australiens zu finden und ist bekannt für seine sehr sehr verschiedene Landschaft und die einsamen Strände. Hinterher haben wir rausgefunden, dass die Strände nur deswegen einsam sind, weil keine Straße in die Nähe führt, sondern der Parkplatz schlappe 12 Kilometer Fußweg weit entfernt ist.
Wir hatten uns vorgenommen ein wenig zu wandern, also buchten wir uns für einen drei Tages Hike ein. Eine Gesamtstrecke von 35 km waren auf mittelschwerem Terrain zu bewältigen. Auf den Rücken geschnallt wurden also Zelt, Schlafsäcke, Klamotten, jede Menge Wasser und Lebensmittel für die anstrengende Wanderung. Der erste Wandertag sollte über 12 Kilometer gehen, quer über das Land zur Küste. Das Wetter war relativ kühl (32°C) und es ging eine gute Strecke bergab. Gegen Abend erreichten wir die Küste mit einem bildschönen Strand, und wir waren die einzigen Menschen weit und breit.
Als wir wenig später das Camp erreichten, schlugen wir unser Zelt auf, aßen zu Abend und fielen dann auf das sehr harte Bett. Die Nacht wurde eine der ungemütlichsten und kältesten die wir bisher erlebt haben, und wir standen morgens müde und halb erfroren auf. Als alles zusammengepackt war ging es wieder los, eine sehr steile Strecke bergauf die sehr anstrengend war. Das Wetter machte uns dann einen Strich durch die Rechnung (was ehrlich gesagt nicht ganz so ungelegen kam) und da wir keinerlei Regenschutz hatten, entschieden wir uns (unter anderem getrieben von den Blasen an den Füßen und den schmerzenden Waden) abzukürzen, und den gleichen Weg wieder zurück zu laufen. Wir krückten also den ganzen Weg wieder zurück, was uns wirklich total kaputt machte. Zumal der Rucksack immer schwerer zu werden schien. Schlussendlich erreichten wir dann doch wieder unser Auto und waren überglücklich die Schuhe ausziehen zu können und uns in unser weiches Bett kuscheln zu können. Am Ende hatten wir von den geplanten 35km nur etwa 25 geschafft, aber trotzdem waren wir ein bisschen Stolz und unsere Waden erinnerten uns noch die kommenden Tage an die anstrengende Tour.
Nachdem der Prom abgehakt war, hieß das neue Ziel Melbourne. Hinter Melbourne fängt nämlich die Great Ocean Road an, eine Straße, die sich über mehrere hundert Kilometer direkt an der Küste entlangschlängelt und atemberaubende Blicke bietet. Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben wir geschätzte 2500km in wenigen Tagen gemacht und wirklich viel gesehen. Sonja hat sich jetzt auch noch einen digitalen Camcorder gekauft, vielleicht gibt es bald auch mal das ein oder andere Video zu sehen. Immer im Hinterkopf hab ich noch, dass ihr auch das Auto mal näher zu sehen bekommt.
Uns geht es jedenfalls gut, ihr seid ausnahmsweise mal auf dem neusten Stand, was unsere Reise betrifft, nur auf Fotos müsstet ihr noch ein wenig warten, da die noch beschriftet und sortiert werden müssen.
Liebe Grüße nach Deutschland, und kommentiert schön :-)
Lioba
Hey David
ich wünsche dir von Herzen alles Gute zum Geburtstag und hoffe, dass du einen super Tag mit deiner Freundin zusammen verbringen kannst.
Die besten Grüße aus Berlin,
es drückt dich Lioba
Jan 17, 2009 @ 14:14
Markus
alles gute zum geburtstag ;)
LG
Markus
Jan 17, 2009 @ 15:36
jojo
Hey!
Erstmal nochmal herzlichen glückwunsch zum
Geburtstab!
Ihr habt ja ganz schön was erlebt da unten!
David wandern zu sehen hat bestimmt seinen Reiz ;) schade das ich nicht dabei war :P
Heut war bei uns Tag der offenen Tür in langenberg.
Hat sich eigentlich kaum was grundlegendes geändert,Herr Miss ist krank,Frau gülker
Nervt alle. Die Küche wurde erweitert und dient jetzt als schulküche,ein paar Glasinfofenster sind neu und es gibt neue Lehrer, die mich aber schon Verdorben hat so wie es aussah :D
Haben dann noch ein wenig mit Freya,Martina,Eva,phillip,Sarah und steffi mit Frau Löwin geplaudert über die weltweoberungspläne von Frau gülker ;)
Gleich gibt dann eine kleine Geburtstagsfeierlichkeit für dich, Rechnung kommt dann per Post! ;P
So far, Best wishes
Jojo
Jan 17, 2009 @ 19:34